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  • Informationskompetenz:Handlungsempfehlungen
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Medienkompetenz und Informationskompetenz sind Schlüsselkompetenzen und Voraussetzung für Lebenslanges Lernen. Daraus abgeleitet ergeben sich mehrere Handlungsempfehlungen an die unterschiedlichen Träger von Bildungseinrichtungen:

 

  1. Die kritische Reflektion des eigenen Mediennutzungs- und Informationsverhaltens sollte in allen Phasen des Lebenslangen Lernens angestoßen werden.
  2. Um die Lernenden dabei zu begleiten, muss die Medienkompetenz und besonders die Informationskompetenz der Lehrenden in der beruflichen Bildung, Hochschullehre und Erwachsenen- und Weiterbildung sowie in der Ausbildung von Lehrkräften und Erzieher/-innen verbessert und kontinuierlich weiter entwickelt werden.
  3. Bei der Vermittlung von Informationskompetenz spielen Bibliotheken eine Schlüsselrolle, indem sie zielgruppenorientierte Angebote machen und MultiplikatorInnen wie beispielsweise Hochschullehrende ausbilden.
  4. Die Testierung mittels eines „Info-Kompetenz-Passes“ ist denkbar und sollte im Rahmen von Pilotprojekten getestet werden.
  5. Multiplikatorenkonzept: Angelsächsische Hochschule zeigen, dass die Vermittlung von Informationskompetenz mittels des Multiplikatorenkonzeptes erfolgreich praktiziert werden kann. Ansätze lassen sich auch für Niedersachsen identifzieren. Es fehlt jedoch gänzlich der Überblick, wieviele Bürger hierüber bedient werden. Nach einer oberflächlichen Sichtung des Feldes ist anzunehmen, dass die Vermittlung von Informationskompetenz nur punktuell angegangen wird und damit das Potential von Multiplikatorenkonzepten kaum entfaltet wird. Es empfiehlt sich hier eine Studie die derzeitige Aktivitäten identifiziert und listet. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich dann Empfehlungen für die Vermittlung von Informationskompetenz mittels des Multiplikatorenkonzeptes ableiten.
  6. Die Vernetzung der Akteure der Informationskompetenzvermittlung erleichtert den Ausbau der Angebote und nutzt Synergien. Daher ist der Aufbau von Netzwerken der Akteure spartenübergreifend voranzutreiben. Als erster Schritt ist ein Arbeitskreis "Netzwerk Informationskompetenz" einzurichten. Dieser Arbeitskreis schafft den Know How-Transfer zwischen Projekten und befördert die Kooperation in unterschiedlichen Bereichen. Gleichzeitig sind die einschlägige Akteure von Bildungseinrichtungen aufgerufen, sich innerhalb ihrer Einrichtungen stärker als bisher zu vernetzen (Bibliotheken, Rechen- und Medienzentren, Studienberatungsstellen etc.).


Die Umsetzung könnte im Rahmen von Zielvereinbarungen des Landes mit den Hochschulen, Erwachsenenbildungseinrichtungen etc. konkretisiert werden. Medienkompetenzvermittlung bzw. Informationskompetenzvermittlung kann dazu u.a. im im Rahmen von Medien- und IT-Entwicklungsplänen der Zielvereinbarungen des Landes mit dem Hochschulen konkretisiert werden.

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