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Emotionales Marketing


Marketing kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise betrieben werden. IK als ein eher abstraktes Thema braucht eine emotionale, menschliche Komponente, die das Interesse der Kunden nachhaltig generiert bzw. aufrecht erhält. Die Flut der Themen, die auf Kunden (zB. Studierende, etwa in ihrem ersten Semester, oder weniger technikaffine Gruppen, die an IK heran geführt werden sollen) einströmen, ist oft sehr groß. Daher ist es wichtig, besondere Aktionen oder Arten der Präsentation zu wählen, damit Neugier und Nutzungsmotivation entstehen.

Beispiele für derartige Komponenten könnten sein:
- Gewinnspiele mit entsprechend wertigen Preisen (idealerweise themenbezogen, wie zB. eBook-Reader)
- Zielgruppengerechte Präsentation (zB. "Du" statt "Sie", Gestaltung der Aktionen)
- Verknüpfung von Aktionen mit dem Kunden bekannten Alltagsthemen (zB. Urlaub, Kochen, Lesen oder andere Freizeitthemen)
- Bei Präsentationen Verwendung von Showelementen wie Musik, Unterhaltung oder Publikumsinteraktion
- Aufbauen von Interesse-generierende Aktionen (zB. Aufkleber mit QR-Codes, Twitter-Aktionen, im Vorfeld Enthüllung von Teilaspekten eines neuen Angebotes)
-Räumliche Ausstattung von Arbeitsbereichen (zB. anspruchsvolle Innenausstattung in Arbeitsbereichen für digitale Medien, Einrichtung von Cafés)
- Nachhaltige Unterstützung der Nutzer durch niedrigschwellige Support-Strukturen (zB.Chat-Support, zentral positionierte helpdesks)

Marketing / extern

Warum ist Marketing von IK-Angeboten notwendig?

Kinder und Jugendlichen wachsen als "Digital Natives" heute selbstverständlich mit Online-Medien/-Diensten und Endgeräten auf. Dass jemand einen Computer bedienen kann und google, Wikipedia, StudiVZ usw. nutzt, bedeutet aber nicht automatisch, dass sie oder er medien- und informationskompetent ist. Informationskompetenz kann in vielen Bereichen erworben werden, Schulen, Hochschulen/Fachhochschulen und außerschulische Bildungseinrichtungen können hier als kompetente Ansprechpartner zur Seite stehen.

Im Hochschulbereich:
Die Studierenden haben bereits einen hohen Workload zu bewältigen. Veranstaltungen, die nicht im Curriculum verankert sind und keine Creditpoints bringen, sind daher häufig weniger gut besucht. Der Mehrwert von Veranstaltungen muss deutlich aufgezeigt werden. Die Bedeutung von Informationskompetenz (und Bibliothekskompetenz) wird von den Studierenden oft nicht erkannt, vielfach überschätzen sie ihre eigenen Kenntnisse (vgl. SteFi-Studie). Offene Angebote der Bibliotheken, bei denen die Teilnahme für die Studierenden freiwillig ist, werden i.d.R. nicht stark nachgefragt. Das bedeutet für die Bibliotheken, dass sie aktiv Werbung für sich und ihre Dienstleistungen betreiben müssen. Die Bibliothek muss als "Kompetenzzentrum" für Informationskompetenz im universitären Umfeld wahrgenommen werden. Das gilt sowohl für die Studierenden als auch die Lehrenden sowie die universitäre Verwaltung. Nur wenn Bibliotheken als der Ansprechpartner für die Schlüsselqualifikation Informationskompetenz wahrgenommen werden, haben sie die Chance sich und ihre Angebote und Kompetenzen in der Uni zu verankern. Eine Verankerung von Informationskompetenz im Curriculum der Studiengänge ist wichtig, damit die Studierenden im Kontext ihres Lernalltags erreicht werden.

Marketing sollte immer auf mehreren Kanälen betrieben werden:
- Homepage
- Infomaterialien (Flyer u.ä.)
- Falls vorhanden: Social Media Kanäle (Bsp. twitter, Facebook)
- Teilnahme an Veranstaltungen im Kontext der Uni/FH
- Durchführung eigener Veranstaltungen (Roadshows)
- im Kontext des Studiums: durch Verankerung im curriculum und Übernahme von Lehrveranstaltungen, durch "Stippvisiten" im Rahmen von Orientierungs- oder Lehrveranstaltungen (kurze Vorstellung der eigenen Einrichtung und Services)
- durch Vernetzung mit anderen Anbietern (universitär: andere Serviceeinrichtungen), hier empfiehlt sich die gezielte Bewerbung von Angeboten für verschiedene Zielgruppe (z.B. Graduiertenakademie - Angebote für Promovierende und Abschlusskandidaten)

Der Begriff Informationskompetenz ist außerhalb des bibliothekarischen Umfeldes relativ unbekannt, es empfiehlt sich mit konkreten Angeboten zu werben (Bsp.: Hilfe bei der Literaturrecherche, Literatur verwalten).
Es ist wichtig beim Marketing soweit wie möglich auf die jeweiligen Zielgruppen einzugehen. Der Mehrwert des zu bewerbenden Angebots muss deutlich werden.

Teilnahme von Bibliotheken an Veranstaltungen im Uni-Kontext
Vernetzung mit anderen Serviceeinrichtungen, Beispiele TIB/UB:
- Willst du mit mir online gehen / elsa
- Orientierungstage für ausländ. Studierende / Hochschulbüro für Internationales
- Sommerfest der LUH

Vorteile
- Eigene Institution als kompetenten Ansprechpartner präsentieren
- Services vorstellen / neugierig machen
- Zielgruppe erreichen (auch außerhalb der Bibliothek, Angebot bekannt machen)
- Kontakte knüpfen / ausbauen

Multiplikatoren
Im Hochschulbereich sind die Dozierenden wichtige Multiplikatoren. Sie können in ihren Lehrveranstaltungen gezielt auf die passenden Angebote der Bibliothek hinweisen und/oder Mitarbeiter der Bibliothek in die Lehrveranstaltungen einbinden. Gut geeignet als Mulitplikatoren sind darüber hinaus Tutoren, Fachschaften, andere Serviceeinrichtungen der Universität. Der Vorteil ist, dass die Multiplikatoren auch die Studierenden erreichen, die die Bibliothek (noch) nicht nutzen. Zudem haben befinden sie sich in einer anderen Rolle und werden evtl. von den Studierenden eher akzeptiert.

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