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Vernetzung und Kooperation in Niedersachsen: Status quo

Schon jetzt herrscht zwischen den Wissenschaftlichen Bibliotheken in Niedersachsen auf dem Sektor der Vermittlung von Informationskompetenz eine rege Kooperation, die es auszubauen und v. a. auch für die Vernetzung mit anderen Akteuren zu öffnen gilt. Und die Zusammenarbeit macht an den Landesgrenzen nicht Halt: Vertreterinnen und Vertreter niedersächsischer Institutionen bringen sich und ihre Aktivitäten im Bereich Theorie und Praxis der IK-Vermittlung auch überregional ein.

Kooperative Aktivitäten im Bereich Wissenschaftliche Bibliotheken und IK in Niedersachsen erstrecken sich sich zur Zeit vornehmlich auf drei Bereiche:
1. Mitarbeit an der AGIK-GBV
2. Projekt Bib@InfoLit
3. Kooperation mit dem überregionalen Portal informationskompetenz.de

1. Mitarbeit an der AGIK-GBV

Nach der GBV-Verbundkonferenz 2006 in Göttingen trafen sich Interessierte, um über künftige Formen der Zusammenarbeit und des Austauschs zum Thema Informationskompetenz zu sprechen und die Arbeitsgemeinschaft Imformationskompetenz im GBV (AGIK-GBV) zu gründen. Ziel der AGIK-GBV war und ist vordringlich die Bildung eines Netzwerks zur Informationskompetenz-Förderung im GBV.
Zu den Gründern und Initiatoren gehörten auch Vertreterinnen und Vertreter niedersächsischer Bibliotheken, die regelmäßig zu den i. d. R. halbjährlich an wechselnden Orten stattfindenden Treffen der AGIK-GBV anreisen. Die Arbeitsgemeinschaft hat bislang 11 Sitzungen abgehalten, in deren Verlauf über Strategien, Projekte, Kooperationsmöglichkeiten etc. diskutiert wurde, darunter u. a. in Göttingen, Hannover, Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg. Die AGIK-GBV und ihre Sitzungen sind ein wichtiges Forum für den Austausch und die Netzwerkbildung im Bereich IK-Vermittlung im Norden Deutschlands - niedersächsische Bibliotheken sind hier engagiert bei der Sache.

2. Projekt Bib@InfoLit

"Bib@InfoLit" ist ein niedersächsisches Kooperationsprojekt, sein Ziel die gemeinsame Erstellung webbasierter Module zur Vermittlung von Informationskompetenz. Konzeption und Durchführung des vom MWK geförderten Projekts erfolg(t)en durch eine enge Kooperation der Universitätsbibliotheken in Hildesheim und Lüneburg, für die technische Umsetzung und Unterstützung zeichnet das Zentrum virtUOS an der Universität Osnabrück verantwortlich. Die Projektpartner verstehen sich "nicht nur als Ressourcenzentren für Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung, sondern sehen [ihre] Funktion auch in der aktiven Vermittlung von Informationskompetenz. Mit Bib@InfoLit sollen die überregional bereits vorhandenen Aktivitäten im Bereich der Vermittlung von Informationskompetenz unterstützt und um niedersächsische Entwicklungen erweitert werden." Dafür suchen die Partner Institutionen in Niedersachsen und darüber hinaus, die Bib@InfoLit nachnutzen und an der Weiterentwicklung der Tutorials mitarbeiten.
Seit Sommer 2010 wird Bib@InfoLit bereits nachgenutzt, lokal modifiziert und ergänzt durch die Universitätsbibliothek Osnabrück.

3. Kooperation mit dem überregionalen Portal informationskompetenz.de

Schon die AGIK-GBV formulierte die Absicht, den "Norden Deutschlands auch in der Informationskompetenz-Landschaft in Deutschland (http://www.informationskompetenz.de)" visibler zu machen. Das für den deutschen Sprachraum maßgebliche und kooperativ erstellte Portal, ein Gemeinschaftsprojekt bibliothekarischer Arbeitsgemeinschaften in mehreren Bundesländern, fungiert als Bindeglied zwischen den regionalen Arbeitsgemeinschaften, fördert aktiv die lokale und überregionale Kooperation zwischen Bibliotheken und stellt eine zentrale Plattform für Informationen und Materialien zur Verfügung, die eingestellt und frei nachgenutzt werden können. Seine Wurzeln hat das Portal in NRW und in den südlichen Bundesländern, zumal Baden-Württemberg und Bayern.
Wie die anderen Länder, die in der AGIK-GBV aktiv sind, ist Niedersachsen in der Regionen-Rubrik des Portals mit Standorten und Projekten der IK-Vermittlung vertreten. Zum Redaktionsteam gehört bislang noch kein Vertreter aus Niedersachsen (aber einer aus der AGIK-GBV); jedoch kooperieren niedersächsische Bibliotheken auch bislang schon mit dem Portal: durch professionelle und persönliche Kontakte, durch das Einstellen und Hochladen von Materialien und Best-Practice-Beispielen, durch die Teilnahme an der Online-Veranstaltungsstatistik auf informationskompetenz.de.

Perspektiven & Pläne: Standards, Anforderungen, Empfehlungen

Netzwerk der Akteure aufbauen. AG „Informationskompetenz“ in Niedersachsen gründen Ressortübergreifender Know-how-Transfer durch gemeinsame Projekte


Kooperative Entwicklung von Informationsquellen


E-Learning-Angebote sind eine sinnvolle Ergänzung bei der Vermittlung von Informationskompetenz

 

Leichte Nachnutzbarkeit und Übertragbarkeit von Unterrichtsmaterialien jeder Art

 

Synergien lassen sich besonders durch eine hohe Vernetzung der Aktivitäten erreichen

 

Übergreifende Struktur, die Kooperationen und Erfahrungsaustausch ermöglicht

 

Informationsvermittler als Partner der Lernenden

 

Weitere Nachnutzung und kooperativer Ausbau von Internetangeboten wie Bib@InfoLit


Standortübergreifender Transfer von Informationen und Leistungen führt oftmals zu neuer Projektzusammenarbeit

Durch die im ELAN-Förderprojekt von 2002 bis 2009 gesammelten Erfahrungen bestärkt, haben sich die niedersächsischen Hochschulen in den letzten Jahren zunehmend in Netzwerken zusammengefunden. Beispiele hierfür sind die Projekte "Campuseducation" (http://www.campuseducation.de/)und "n2e2" (http://www.n2e2.de/). Im Sinne eine Know-how-Transfers bieten diese Netzwerke den Hochschulen die Chance, gemeinsam schlagkräftige Projekte zu entwickeln, mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erreichen und notwendige Aufgaben zentral erledigen zu lassen.


Informationskompetenz-"Einsteiger" profitieren im Netzwerk vom Wissen und der Erfahrung erfahrener Informationskompetenz-Akteure

Insbesondere im ELAN-Netzwerk können "Einsteiger"-Hochschulen vom Know-How der erfahrenden Standorte profitieren. Die "Einsteiger" können im Netzwerk Fehler vermeiden und Vorteile nutzen. Insbesondere kleine Hochschulen sind überproportional Nutznießer bei Maßnahmen, die lokal nicht kontinuierlich vorgehalten werden können. Es wird hier partizipiert vom Wissen in anderen Hochschulen durch einen engen standortübergreifenden Transfer von Information und Leistung, was letztendlich zu einer Netzwerkbildung „in Sachen Exzellenz“ führt.


"Vernetzung" ist ein Erfolgsmodell u. a. an Hochschulen

Gerade im ELAN-Netzwerk hat sich Vertrauen als wichtiges Kriterium der Zusammenarbeit erwiesen, denn der Austausch von Informationen und die organisatorische Zusammenarbeit von Anbietern kann nur erfolgen, wenn eine hohe Akzeptanz von Hochschulen durch Hochschulen gewährleistet werden kann. In erfolgreichen Netzwerken sind die Hochschulen sind selbst aktiv, können strategische Schwerpunktsetzungen in der Entwicklung und Implementierung vornehmen und so eine gelungene Balance zwischen Hochschulautonomie und Zielen des Landes erreichen.

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