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Verantwortlich

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek

Datenbankhost

Verbundzentrale des GBV

Arbeitsteam

Die Arbeiten werden von Mitarbeitern der SUB Göttingen und der VZG ausgeführt. Als Datenkonversionsteam (Data Conversion Group) sind sie auch an verwandten Aufgaben beteiligt (CAMD, CERL-Thesaurus, HBP).

Kontakt

EROMM Sekretariat

Ziele

Nachweis aller Werke, die durch Konversion in ein Sekundärmedium erhalten werden,

  • in Mikroform (derzeit ca. 2,6 Millionen) und
  • in digitaler Form (derzeit ca. 40.000).

Zugang zu diesen Sekundärformen über

  • Bestellung und/oder
  • Link auf die Online-Ressource.

Koordination von Konversionsprojekten durch

  • den Nachweis der konvertierten Werke,
  • den Nachweis der in Bearbeitung befindlichen Werke,
  • die Angabe von Hersteller und Urheber und
  • die technische Beschreibung der Sekundärform.

Grundlage der Arbeit

Die beteiligten Länder stellen fortlaufend bibliographische Daten bereit, die in die Datenbank einfließen. Ausserdem gelangen über den Datentausch mit OCLC (bisher RLG) die Daten der amerikanischen Bibliotheken in die EROMM-Datenbank.

Die Bibliotheken haben keinen eigenen Aufwand. Die regelgerechte Katalogisierung in ihr Katalogsystem ist ohne weiteres Zutun ausreichend.

Deutsche Datenlieferanten

Die wichtigsten sind die deutschen Bibliotheksverbünde (GBV, HBZ, SWB, ZDB). Bei den übrigen Bibliotheksverbünden (BVB, KOBV), die aus technischen Gründen bisher nicht in der Lage sind, Daten bereit zu stellen, sind auch Datenlieferungen durch einzelne Bibliotheken möglich.

Die Daten kommen überwiegend in den Formaten MAB2 und PICA+/PICA3.

Europäische Länder

Siehe die Liste der EROMM-Partner und sonstigen Partnerorganisationen. Die Partner stellen Daten der eigenen Institution und von kooperierenden Bibliotheken bereit.

Die Daten kommen in den Formaten UNIMARC, MARC21 und nationalen MARC-Varianten.

Normen und de-facto-Normen

Eine Zusammenstellung finden Sie auf der EROMM-Seite Standards.

Katalogisierung

Die Katalogisierung von Sekundärformen und insbesondere der Angaben zum Master ist in den Grundzügen seit langem geregelt. Doch fehlt oft der Überblick über die notwendigen Inhalte, wenn Urheberschaft, Hersteller, bereitstellende Einrichtung und Katalogisierung nicht ausreichend vernetzt sind.

Es wird noch immer gelegentlich die Meinung vertreten, Sekundärformen (Mikroformen und insbesondere digitale Formen) gehörten nicht in die allgemeine Katalogdatenbank. Dies führt dazu, dass der internationale Nachweis vor allem von Digitalisaten bislang lückenhaft bleibt. An ihrer Stelle muss in einer Vielzahl von digitalen Bibliotheken gesucht werden. Dort ist die Erschließungstiefe auf der Ebene des Werktitels (meist an DC orientiert) fast stets geringer als die der Katalogdatenbank; teilweise wird aber die Suche in Strukturdaten oder im Volltext des Digitalisats ermöglicht.

Inhalte

Es sind nur wenige Fragen, die an den Katalogdatensatz unter dem Gesichtspunkt des Bestanderhalts zu stellen sind. Sinnvoll ist es, sich die in folgenden Übersichten anzusehen:

Die letztgenannte Übersicht ist das Ergebnis einer Konferenz in Washington D.C. im Mai 2006. Sie wurde organisiert von der Digital Library Federation, OCLC und EROMM mit der Unterstützung von OCLC|PICA und LIBER und hatte das Ziel, die essentiellen Inhalte eines Katalogdatensatzes und empfohlene Inhalte zu definieren.

Katalogregeln

Die Katalogisierungsregelwerke von Bibliotheksverbünden gehen im allgemeinen nicht auf die aktuellen Erfordernisse des Nachweises von Sekundärformen ein.

Den aktuellsten Stand hat die Formatdokumentation für ZETA bei der Zeitschriftendatenbank. Dort werden wegen der besonderen Erfordernisse der ZDB Sekundärausgaben gebündelt im Exemplarsatz nachgewisen bei den Druckausgaben (Mikroformen) und "Elektronische Ressourcen im Fernzugriff" bzw. "auf Datenträgern" (digitale Formen). Dies ist sonst nicht allgemein Usus. (In EROMM erscheinen die von der ZDB übernommenen Sekundärformen wie gewohnt als selbständiger Datensatz.)

Zugang zur Datenbank

Er ist frei für jedermann in allen europäischen Ländern, die mit EROMM zusammenarbeiten. Damit bei der Aufgabe von Bestellungen oder Nachfragen seine Identität gesichert ist, muss man sich dazu einmalig anmelden, um umgehend eine Kennung zu erhalten.

Bibliotheken lassen üblicherweise ihre IP-Domain für den Zugang freischalten. Die meisten der rund 100 Bibliotheken, die sich für EROMM in DBIS eingetragen haben, lassen so Bibliotheksbenutzer und -mitarbeiter sowie Angehörige der Hochschule direkt zugreifen.

Die über EROMM an Bibliotheken und andere Lieferanten weltweit gerichteten Nachfragen oder Bestellungen werden aufgezeichnet. Doch ist sind Antwort, Abwicklung und Auftragserfüllung alleinige Angelegenheit von Besitzer der Sekundärform bzw. Lieferant und Anfragendem.

Fragen

  • Wie kann in Bibliothekskatalogen erreicht werden, dass per Mausklick von Sekundärform auf die Printausgabe und umgekehrt gewechselt werden kann?

Dies sollte verhindern, dass erneut Reproduktionen der Printausgabe hergestellt werden oder die Printausgabe statt der Sekundärform dem Benutzer ausgegeben wird.

  • Wie kann in der Katalogisierungspraxis der Unterschied zwischen (A) selbst oder im eigenen Auftrag hergestellten Sekundärformen und (B) den von anderen erworbenen Sekundärformen besser verdeutlicht werden?

A - Nur der Urheber/Hersteller hat Kenntnis von den Merkmalen der Master-Sekundärform. Nur hier ist es wirklich wichtig, die Merkmale der Sekundärform kurz anzugeben. B - Dies sind alle übrigen Sekundärformen, ob sie im Handel oder Tausch oder anders in den Bestand einer Bibliothek gelangt sind.

  • Wie kann ein für die Langzeitarchivierung von digitalen Inhalten (darunter digitale Master-Sekundärformen) geeignetes Verfahren in der Praxis identifiziert werden?
  • Wie wird ein digitales Langzeitarchiv im Datensatz der Master-Sekundärform angegeben?

Diese Angabe wird für das RDM empfohlen, nicht zuletzt um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass es ohne Langzeitarchivierung keinen Bestandserhalt durch Digitalisierung gibt.

Ausblick

EROMM möchte bei der Präzisierung von Katalogstandards Hilfestellung leisten. Diese Aufgabe besteht in vielen Ländern und kann daher nicht allein auf Deutschland konzentriert bleiben.

In Zusammenarbeit mit OCLC arbeitet EROMM daran, den Nachweis von Sekundärformen weltweit zu verbessern. Mit Unterstützung von LIBER geht es vor allem darum, das Netzwerk der Kooperation in Europa auszuweiten.

In den kommenden Jahren soll die Bereitstellung von Daten technisch weiterentwickelt werden. Wie bisher schon beim niederländischen Bibliotheksverbund, beim GBV und bei der ZDB will EROMM vermehrt dazu übergehen, selbst neue Datensätze aus dem Ursprungssystem abzuziehen. Dies hilft, die Aktualität der EROMM-Datenbank zu erhöhen. Vor allem aber ist dies oft wesentlich ökonomischer als wenn Mitarbeiter des Ursprungssystems eigens Dateien für EROMM bereitstellen.

 

Bezug zu anderen Projekten

Hier nur zwei aktuelle Beispiele:

  • Registry of Digital Masters (RDM), eine seit kurzem (November 2006) online für jedermann erreichbare Datenbank, die analog zu EROMM Digitalisate nachweist, die dauerhaft erhalten werden sollen. Daten des RDM werden 1:1 in EROMM nachgewiesen werden, ebenso wie die Daten für Digitalisate aus EROMM im RDM.
  • Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke (ZVDD), ein deutsches Projekt, das die Nachweissituation für digitalisierte Drucke verbessern soll. Über die Beschreibung des Werktitels hinaus sollen hier – soweit vorhanden - auch Strukturdaten und Volltextdaten suchbar werden. Eine Zusammenarbeit von ZVDD und EROMM wird angestrebt.
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