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Die Erstkatalogisierungs-ID (auch Erstkatalogisierer-Identifikationsnummer, EKI) ist ein Identifikator für Katalogeinträge, der verbundübergreifend in Deutschland und Österreich vergeben wird. Ziel der EKI ist es, alle Titelaufnahmen zu ein und derselben Publikation datenbankübergreifend und dauerhaft identifizieren zu können. Vorlage:TOC Die EKI wird dezentral von den teilnehmenden Verbünden vergeben und beim Datenaustausch und Abgleich von den anderen Teilnehmern übernommen. Falls eine Publikation parallel von mehreren Teilnehmern katalogisiert wurde sowie bei der Zusammenlegung von Duplikaten, werden alle bisher vergebene EKIs zusammengeführt. Im Idealfall haben alle Titelaufnahmen zu einer gegebenen Publikation also genau eine EKI und in einigen Fällen mehrere EKIs; umgekehrt beziehen sich die Titelaufnahmen zu einer gegebenen EKI immer auf die gleiche Publikation, unabhängig davon in welchem technischen System die Daten verwaltet werden.

Form und Vergabe

Die EKI setzt sich aus einem 3-stelligen Buchstabenpräfix für den jeweiligen Verbund (bzw. die DNB oder ZDB) und einer lokal vergebenen alphanumerischen ID zusammen. Die Präfixe und Teilnehmer sind:

  • BSZ (Südwestdeutscher Bibliotheksverbund bzw. das Bibliotheksservicezentrum)
  • BVB (Bayerischer Bibliotheksverbund)
  • DNB (Deutsche Nationalbibliothek)
  • GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund)
  • HBZ (Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen)
  • HEB (Hessisches BibliotheksInformationsSystem)
  • KBV (Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg)
  • OBV (Österreichischer Bibliotheksverbund)
  • ZDB (Zeitschriftendatenbank)

Für den lokalen Teil der EKI sind alphanumerische Zeichen (A-Z und 0-9) und Bindestriche erlaubt. Eine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung wird nicht vorgenommen, es können also auch die Zeichen a-z vorkommen; zum Vergleich und zur Anzeige sollte jedoch die kanonische Form mit Großbuchstaben verwendet werden. Zur syntaktische Prüfung einer EKI sollte die zu überprüfende Zeichenkette in Großbuchstaben umgewandelt und anschließend gegen den regulären Ausdruck ^(BSZ|BVB|DNB|GBV|HBZ|HEB|KBV|OBV|ZDB)[A-Z0-9]+$ getestet werden.

Hier einige Beispiele für EKIs: DNB986313793, GBV593861493, GBVVDS001617044, DNB990926990, HEB185634265

Für jede EKI existiert eine Repräsentation als Uniform Resource Identifier (URI). Der dafür vergebene URI-Namensraum ist urn:nbn:de:eki/. Beispiele für EKIs in URI-Form sind urn:nbn:de:eki/DNB986313793, urn:nbn:de:eki/GBV593861493, urn:nbn:de:eki/GBVVDS001617044, urn:nbn:de:eki/DNB990926990 und urn:nbn:de:eki/HEB185634265.

Verwendung

Die EKI wird im GBV als Identifikationsnummer der ersterfassenden Institution in PICA+ Feld 007G (Pica3: 2240) erfasst. Weitere EKIs eines Datensatz stehen im Wiederholfeld 2241 (noch nicht umgesetzt). Dabei steht das Verbundpräfix in Unterfeld c und der lokalen ID in Unterfeld 0. Die EKI wird nicht manuell vergeben.

Die Indexierung der EKI erfolgt im GVK in IKT 8132 (EKI, pica.eki bei SRU) und bei HeBIS in IKT 6061 (EKI). Beim Datenaustausch über MAB steht die EKI in MAB-Feld 026.

Bei der Verwendung ist unbedingt zu beachten

  • Der lokale Teil der EKI hat keinerlei Semantik und es sollte nicht versucht werden aus dem lokalen Teil irgend welche Informationen wie zum Beispiel die PPN abzuleiten, auch wenn dies unter Umständen zunächst noch möglich wäre. Da die PPN jedoch nicht dauerhaft ist (Zusammenführungen, Verschiebungen, parallele Datenbanken mit gleichen PPN-Bereichen, Systemwechsel etc.) darf auf keinen Fall auf diese temporäre Koinzidenz zurückgegriffen werden.
  • In Pica3 werden Präfix und lokale ID der Anzeige durch Doppelpunkt und Blank getrennt. Die eigentliche EKI besteht jedoch aus Präfix und lokaler ID ohne Trennzeichen.

Bei der Verwendung von EKI-URIs zur Zusammenführung von bibliographischen Datensätzen aus unterschiedlichen Quellen ist zu beachten, dass die EKI keinen konkreten Datensatz sondern ein Abstraktes Objekt ("die Publikation") beschreibt.

Suche nach Datensätzen per EKI

Zur Suche nach Datensätzen per EKI in einzelnen Katalogen, muss die jeweilige URL- und Suchsyntax bekannt sein. Hier einige Beispiel für Suchanfragen nach EKIs in verschiedenen Katalogen:

Im Projekt culturegraph.org sollen ähnlich wie bei dem Dienst sameas.org Identifikatoren zu gleichen bibliographischen Objekten zusammengefasst werden.

Für die generische Suche in Kataloge und Sammlungen, dere URL- und Suchsyntax nicht bekannt ist, wären Identifier für Kataloge hilfreich, wie zum Beispiel der International standard collection identifier (ISCI) - dazu gibt es bislang jedoch keine Umsetzungen.

Stand der Umsetzung

Leider wird die EKI bislang in den meisten Katalogen noch nicht durchgehend unterstützt, d.h. entweder haben nicht alle Titeldatensätze eine EKI oder die EKI wird nicht für die Suche indexiert. Für Neuerwerbungen ab Ende 2008 sollte immer eine EKI vorhanden sein. Bei Altbeständen werden die EKIs nach und nach ergänzt. Um sicherzustellen, dass eine EKI innerhalb eines Verbundes nicht mehrfach vergeben wird, gibt es Kontrollen. Mehrfache EKIs an einem Datensatz sind noch nicht umgesetzt.

Folgende Punkte sollten abschließend geklärt werden:

  • Werden EKIs bei Zusammenlegung von Duplikaten in die Wiederholfelder übernommen und werden die Wiederholfelder indexiert?
  • Welche Strategie gibt es bezüglich der Altdaten und anderer Titeldatensätze, die in mehreren Verbünden existieren?
  • Welche Strategie gibt es zum Nachtragen von EKIs wenn diese für einen Titel in unterschiedlichen Verbünden mehrfach vergeben wurden?

Weitere Informationen

Zur Erstkatalogisierungs-ID:

Zu persistenten Identifikatoren im Allgemeinen:


  • Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2011 um 13:59 Uhr geändert.
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