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Gleichzeitige Nutzung von LBS3 und LBS4 in einer Bibliothek/ILN

Dt. Kurzfassung von:
Combined use of LBS3 and LBS4 during migration
Hans Schermer, OCLCPICA
20 October 2006
Version 0.8
Übersetzung: PH, VZG

Eine stufenweise Migration von LBS3 zu LBS4 bei einer Bibliothek kann vollzogen werden, indem zunächst eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen mit den vorhandenen LBS3-Komponenten für Erwerbung (ACQ3) und Ausleihe (OUS3) weiterarbeitet, während einige Arbeitsplätze bereits die entsprechenden neuen LBS4-Komponenten ACQ4, bzw. OUS4 nutzen, d.h. es ist möglich, an einer Bibliothek ACQ3, ACQ4, OUS3 und OUS4 gleichzeitig und nebeneinander zu betreiben ('kombi-nierte Installation').

Migrations-Abfolge

Es wird empfohlen, die Migration mit der Einführung von OUS4 zu beginnen und folgende Schrittfolge einzuhalten:

Einführung von OUS4

  • Aufsetzen einer Testumgebung
  • Test OUS4-Konfiguration
  • Prüfen und ggf. Anpassen des Geschäftsgangs
  • ggf. Konfiguration einer integrierten Benutzerdatenverwaltung (Identity Management Connector; s. a. http://www.oclcpica.org/dasat/images/2/100782-idm-flyer.pdf)
  • Einrichten von OUS4 für die Hauptbibliothek
  • Einrichten der OUS4-offline-Programme
  • Einrichten des Berichtswesens
  • ggf. Überprüfung und Anpassung des Geschäftsgangs sowie der Programme für das Be-richtswesen
  • Schulung des OUS-Personals
  • ggf. Einrichten von OUS4 für die Zweigbibliotheken
  • Überprüfung und ggf. Anpassung des Ausleih-Reglements
  • Überprüfung der Selbstverbuchungsgeräte
  • Überprüfung der Selbstverbuchungsfunktionen

Einführung von ACQ4 (kann begonnen werden nach Einrichtung des Berichtswesens)

  • Test ACQ4-Konfiguration
  • Test EDIFACT in Absprache mit den Lieferanten
  • Prüfen und ggf. Anpassen des Geschäftsgangs
  • Einrichten von ACQ4 für den Produktionsbetrieb (online- und offline-Funktionen)
  • Anpassung des Geschäftsgangs im Hinblick auf die neuen Funktionen für Sammelrech-nungsverarbeitung, Binde- und Tauschverwaltung
  • Schulung des ACQ-Personals bes. im Hinblick auf die neuen Funktionen

Einführung von CAT4 / Stop des LBS3- und Start des LBS4-update-Mechanismus

Voraussetzungen Software

  • SUN-Plattform
  • LBS3, Version 3.8.8.1 oder 3.9 (empfohlen)
  • LBS4, Version 2.6.3 oder 2.6.4
  • OPC 2.0 oder 2.1

Z. Zt. ist noch nicht klar, ob LBS4, Version 4.0 und Unicode zu LBS3 kompatibel sein werden. Dies bedeutet auch, dass künftige OPC-Versionen nicht mit LBS3 kompatibel sein könnten. Die für die erste Hälfte von 2007 erwartete Version 4.0 des LBS4 wird nur Unicode verarbeiten.,

 

Zuverlässigkeit LBS4

LBS3 ist ein sehr stabiles 15 Jahre altes System welches kaum durch neue Funktionalitäten erweitert wurde. LBS4 ist funktionell umfangreicher und technisch komplexer und enthält möglicherwei-se noch Fehler, die erst in der Zukunft bereinigt werden können. OPC, CAT und die Berichts-Komponenten haben sich im vergangenen Jahr als zuverlässig erwiesen.

Hinweise

Allgemeine Hinweise

  • Dringende Fehlerkorrekturen (emergency bug fixes) werden nur für LBS4-Systeme im Produktionsbetrieb geliefert.
  • Es muss der online-update-Mechanismus von LBS3 (OUM3) genutzt werden, da OUM4 LBS3-Indicees nicht updaten kann.
  • Es können entweder die OPC-Selbstbedienungsfunktionen für Ausleihwünsche (requests) und Vormerkungen (reservations) von OUS3 oder von OUS4 benutzt werden, nicht jedoch beide. Ab Januar 2007 wird OUS4 empfohlen.
  • ACQ4 und/oder OUS4 müssen vor Gebrauch vollständig konfiguriert sein.
  • Es ist nicht möglich, innerhalb eines LBS unterschiedliche Installationen pro ILN vorzunehmen. Sobald eine Bibliothek/ILN eine kombinierte LBS3/LBS4-Installation vornimmt, gilt diese Konfiguration ebenso für alle übrigen Bibliotheken/ILNs dieses LBS.
  • Neue und erweiterte Felder werden in LBS3 nicht unterstützt. Updates erweiterter Felder in LBS3 führen zur Trunkierung der eingegebenen Werte. Benutzerdefinierte Felder werden in LBS3 weder angezeigt noch verändert.
  • Zeichen, die in LBS3 nicht verfügbar sind, sollten vermieden werden.

 

Hinweise ACQ

Die neue Sammelrechnungsfunktion wird in LBS3 nicht unterstützt und sollte daher bei einer 'kombinierten Installation' nicht verwendet werden. Es wird empfohlen, Binde- und Tauschverwaltung in kombinierten Installationen nicht zu verwenden, da beide Module in einer derartigen Umgebung bislang nicht getestet wurden.

Hinweise OUS

Um Benutzerdaten aus externen Quellen upzudaten, sollte entweder LBS4 verwendet werden oder der Gebrauch von non-ASCII-Zeichen vermieden werden. Bei der Auswahl von Passwörtern für den LBS3-OPAC-Ausleih-Funktion ist zu beachten, dass diese Sonderzeichen nicht unterstützt. Das Ausleihreglement für OUS3 und OUS4 sollte identisch sein, um Beschwerden der Benutzer zu vermeiden. OUS4 signalisiert automatisch, wenn Vormerkungen auf zurückgegebene Bände vorliegen (auch in SIP2) und wenn Bestellungen (requests) gelöscht werden. Bei Nutzung von OUS3 muss das Vorliegen von Vormerkungen manuell geprüft werden. SIP2 kann entweder nur mit OUS3 oder nur mit OUS4 betrieben werden.

  • Mahnungen
    Solange Mahnungen über OUS3 erzeugt werden, dürfen die Mahnparameter nicht über OUS4 geändert werden, da sie die Mahnparameter für OUS3 überschreiben/löschen

Zeichendarstellung

LBS3 verwendet den Pica-Zeichensatz. LBS4 verwendet ISO Latin-1 für alle Daten mit Ausnahem der Titeldaten. ISO Latin-1 wird auch von der SYBASE-Datenbank verwendet. In der Vergangenheit gab es Problem mit der Zeichendarstellung in LBS3-Systemen. Bei Verwen-dung von Werkzeugen eines Fremdherstellers (wie SQR) zum Auslesen von Daten aus der Daten-bank, wurden non-ASCII-Zeichen nicht wie erwartet gedruckt. Umlaute wurden nicht korrekt ge-druckt. In LBS4 sind diese Probleme gelöst - mit Ausnahme der Titeldaten, die nach wie vor in binärer Form gespeichert werden.. Ab LBS3, Version 3.9, kann ISO Latin-1 optional in der LBS-Datenbank genutzt werden. Hierfür ist ein Systemparameter entsprechend einzustellen. In kombinierten Installationen sollte diese Opti-on verwendet werden, um die korrekte Darstellung von Sonderzeichen sicherzustellen. Wenn ISO Latin-1 eingeschaltet ist, unterstützt LBS3 nur Zeichen, die sowohl im Pica- wie im ISO Latin-1-Zeichensatz enthalten sind. Für reine LBS3-Installationen wird aus Gründen der Performance der Pica-Zeichensatz empfohlen (?). In LBS4 in kombinierten Installationen sollten Zeichen vermieden werden, welche nicht im Pica-Zeichensatz enthalten sind. Optional können Datenbanken mithilfe eines offline-Programms vom Pica- zum ISO Latin-1-Zeichensatz konvertiert werden. Da die Konversion sich nur auf non-ASCII-Zeichen auswirkt, ist sie nicht erforderlich für reine LBS3-Systeme, in denen ausschliesslich ASCII verwendet wird oder in denen die wichtigsten Daten regelmässig upgedatet werden (wie Benutzerdaten mit 'up-date_borrower'). Für holländ. Bibliotheken wurden keine Konversionen durchgeführt.

Parallelbetrieb im Test

An der TUHH wurde seit 23.8.07 wurde der partielle Paralleleinsatz von ACQ4 getestet. Mit der Absage der LBS4-Unterstützung im Dezember 2007 wurde der Parallelbetrieb zumindest auf Anwendungsseite nicht weiter verfolgt. Die Systemverwaltung war davon nicht betroffen.

Nach der Entscheidung von OCLC im Frühjahr 2008 statt "LBS Sunrise" "LBS4" weiterzuentwickeln, haben sich die Voraussetzungen geändert: Sollten alle notwendigen Funktionalitäten in LBS4 unterstützt werden (insbesondere E-Mail-Versand, E-Mail-Protokoll imaps, edi-Bestellungen, Mediennummernprüfung) wird die TUHH, so bald wie möglich von LBS3 auf LBS4 umstellen.

Diese "Erfahrungsseiten" werden eine entsprechende Umwidmung erfahren:

Dokumente


  • Diese Seite wurde zuletzt am 18. Juni 2008 um 14:47 Uhr geändert.
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